AMP – Adressmanagement Plattform der Schweizerischen Post

Konzeption und Design einer zentralen Adressmanagement-Plattform zur Erfassung, Pflege und Qualitätssicherung von Personendaten in der Schweiz. Ziel war die Ablösung eines Legacy-Systems und die Verbesserung von Datenqualität, Effizienz und Nutzererfahrung.

Porjektübersicht

  • Kunde: Schweizerische Post

  • Produkt: AMP (Adressmanagement Plattform)

  • Rolle: Lead UX Designerin

  • Zeitraum: (optional ergänzen)

  • Kontext: Entwicklung eines zentralen Systems zur Verwaltung und Qualitätssicherung von Adressdaten für verschiedene Nutzergruppen

das Problem

Das bestehende System war technologisch und konzeptionell nicht mehr tragfähig.

Herausforderungen:

  • hohe Fehleranfälligkeit und schlechte Performance

  • veraltete, schwer verständliche Benutzeroberfläche

  • komplexe Prozesse ohne klare Nutzerführung

  • keine Einhaltung moderner Accessibility-Standards

  • hohe Abbruchraten und ineffiziente Arbeitsabläufe

  • unzufriedene Nutzer:innen in verschiedenen Rollen

Zielsetzung

  • Ablösung des bestehenden Legacy-Systems

  • Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit für unterschiedliche Nutzergruppen

  • Reduktion von Fehlern in Datenpflege und Prozessen

  • Sicherstellung hoher Datenqualität (z. B. Dubletten- und Nixi-Erkennung)

  • Einhaltung von Accessibility-Standards

  • Aufbau eines skalierbaren, zukunftsfähigen Systems

  • Verbesserung der Zusammenarbeit und Support-Strukturen

Mein Beitrag

Ich habe als Lead UX Designerin das gesamte UX- und UI-Konzept verantwortet und darüber hinaus strukturelle Verbesserungen im Produkt initiiert.

Konkret:

  • End-to-End Gestaltung der User Experience für ein komplexes Enterprise-System

  • Entwicklung einer neuen Informationsarchitektur

  • Vereinfachung und Strukturierung komplexer Daten- und Arbeitsprozesse

  • Design von Workflows für Datenerfassung, Pflege und Qualitätssicherung

  • Erstellung von Wireframes, Prototypen und UI Designs

  • Integration von Accessibility-Anforderungen (WCAG)

  • enge Zusammenarbeit mit Fachbereichen, Entwicklung und Stakeholdern

Zusätzlich habe ich initiiert:

  • Aufbau eines integrierten Support- und Kommunikationskanals

  • Einführung von Feature- und Update-Kommunikation direkt im System

  • Integration von Tutorials und Hilfestellungen für Nutzer:innen

  • Einführung einer regelmässigen Zufriedenheitsmessung zur kontinuierlichen Optimierung

Vorgehen und zentrale Entscheidungen

Das Projekt erforderte nicht nur Designarbeit, sondern auch strukturelle und kulturelle Veränderungen.

Wichtige Entscheidungen:

  • User Enablement statt reiner UI-Optimierung
    → Aufbau von Support- und Lernstrukturen innerhalb des Produkts

  • Strukturierung komplexer Datenprozesse
    → klare Workflows für Datenerfassung, Validierung und Pflege

  • Berücksichtigung multipler Nutzergruppen
    → unterschiedliche Bedürfnisse von Sachbearbeitenden, Support, Führung und Zustellpersonal

  • Progressive Disclosure
    → Reduktion der Komplexität durch kontextabhängige Informationsdarstellung

  • Accessibility als Standard
    → konsequente Umsetzung barrierefreier Interaktionen

Herausforderungen

  • UX wurde nicht von Beginn an im Projekt berücksichtigt

  • bestehende Altlasten und negative Wahrnehmung des Systems

  • grosse Anzahl an Stakeholdern mit unterschiedlichen Interessen

  • hohe Komplexität der Daten und Prozesse

  • hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenqualität

Lösung

Die neue Plattform bietet eine strukturierte, nutzerzentrierte Umgebung für die Verwaltung von Adressdaten.

Zentrale Elemente:

  • klare, verständliche Workflows für Datenerfassung und -pflege

  • verbesserte Darstellung und Validierung von Daten (z. B. Dubletten, Nixis)

  • integrierte Support- und Kommunikationsfunktionen

  • konsistentes, modernes UI mit klarer Informationshierarchie

  • barrierefreies Design nach aktuellen Standards

  • kontinuierliche Feedback- und Verbesserungsmechanismen

Impact

  • deutliche Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit

  • höhere Effizienz in der Datenbearbeitung

  • reduzierte Fehleranfälligkeit in Prozessen

  • positive Rückmeldungen von Nutzer:innen und Projektbeteiligten

  • Etablierung eines neuen Support- und Kommunikationsmodells im Produkt

  • kontinuierliche Verbesserung durch integrierte Feedbackmechanismen

Learnings

  • UX kann auch spät im Projekt noch entscheidend Wirkung entfalten

  • komplexe Systeme brauchen nicht nur gutes Design, sondern gute Unterstützung

  • Stakeholder-Management ist ein zentraler Bestandteil von UX-Arbeit

  • Vertrauen der Nutzer:innen entsteht durch Klarheit und Unterstützung

  • kontinuierliches Feedback ist essenziell für langfristige Produktqualität

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